Wie wird das Honorar des Maklers beim Eigenheim-Verkauf berechnet?

In der Schweiz herrscht Vertragsfreiheit. Das bedeutet, es gibt kein Gesetz, das die Höhe der Provision fix vorschreibt. Das Honorar Makler ist also grundsätzlich Verhandlungssache. Dennoch haben sich über Jahrzehnte klare Marktstandards etabliert, an denen sich seriöse Anbieter orientieren. Für Einheimische ist das sogenannte „Bestellerprinzip“ meist klar, während Zuzüger (Expats) oft unsicher sind, da in ihren Heimatländern andere Regeln gelten können. In der Schweiz zahlt in der Regel der Verkäufer das Honorar Makler, da er die Dienstleistung in Auftrag gibt. Doch wie berechnet sich dieser Betrag konkret? Hängt das Honorar Makler nur vom Verkaufspreis ab oder auch vom Aufwand? In dieser Analyse beleuchten wir die Zusammensetzung, die üblichen Prozentsätze und die versteckten Kostenfaktoren, die das finale Honorar Makler beeinflussen.

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Die Formel für die Provision: Analyse und Fakten

1. Das klassische Provisionsmodell

Das am weitesten verbreitete Modell zur Berechnung für das Honorar Makler ist die Erfolgsprovision (Courtage). Hierbei wird ein prozentualer Anteil des effektiv erzielten Verkaufspreises vereinbart. Marküblich sind in der Schweiz für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen Sätze zwischen 2 und 3 Prozent. Das Honorar Makler korreliert dabei oft mit dem Objektwert:

  • Bei günstigeren Objekten oder solchen mit hohem Verkaufsaufwand orientiert sich das Honorar Makler eher an 3 Prozent.
  • Bei hochpreisigen Luxusimmobilien (ab ca. 3-4 Millionen Franken) sinkt der Prozentsatz für das Honorar Makler oft auf 1.5 bis 2 Prozent, da die absolute Summe sonst unverhältnismässig hoch wäre.

Wichtig: Das prozentuale Honorar Makler wird auf den tatsächlichen Verkaufspreis berechnet, nicht auf den Angebotspreis. Verkauft der Makler dein Haus teurer als geplant, steigt auch sein Honorar Makler.

2. Fixpreis vs. Prozentmodell

In den letzten Jahren haben sich neben dem klassischen Modell auch Fixpreis-Anbieter etabliert. Hier wird das Honorar Makler als pauschaler Betrag festgelegt, unabhängig vom Verkaufspreis (z.B. pauschal 15'000 Franken). Dies schafft Transparenz, birgt aber Risiken. Beim klassischen Honorar Makler auf Provisionsbasis ist der Vermittler motiviert, den höchsten Preis zu erzielen, da sein eigenes Honorar Makler davon profitiert. Beim Fixpreis fehlt dieser direkte finanzielle Anreiz im Honorar Makler. Du musst abwägen, ob dir Budgetsicherheit beim Honorar Makler wichtiger ist als die Maximierung des Verkaufserlöses.

3. Externe Kosten und Spesen

Ein oft übersehener Aspekt bei der Berechnung für das Honorar Makler sind die Nebenkosten. Ein seriöser Maklervertrag unterscheidet zwischen dem Erfolgshonorar (für die Vermittlung) und den Auslagen für Marketing. Oft ist das Honorar Makler exklusive externer Kosten. Das bedeutet:

  • Inseratekosten auf Plattformen (Homegate, ImmoScout24).
  • Professionelle Fotografie oder Drohnenaufnahmen.
  • Erstellung von Verkaufsbroschüren. Diese Posten werden oft separat verrechnet oder als Pauschale (z.B. 2'000 CHF) zum Honorar Makler addiert. Prüfe im Vertrag, ob diese Kosten im prozentualen Honorar Makler inkludiert sind („All-inclusive“) oder extra anfallen. Ein scheinbar günstiges Honorar Makler von 1.5 % kann teuer werden, wenn 5'000 Franken Marketingkosten hinzukommen.

4. Die Mehrwertsteuer-Falle

Für Privatverkäufer ist ein Detail beim Honorar Makler entscheidend: Die Mehrwertsteuer. Makler sind dienstleistungspflichtig. Auf das Honorar Makler kommen aktuell 8.1 % MWST (Stand 2024) oben drauf. Wenn im Vertrag steht „Provision 3 %“, musst du klären, ob dies brutto oder netto ist. Rechenbeispiel:

  • Verkaufspreis: 1'000'000 CHF
  • Netto Honorar Makler (3 %): 30'000 CHF
  • 8.1 % MWST: 2'430 CHF

5. Das Erfolgsprinzip: „No Cure, No Pay“

Ein faires Honorar Makler wird nur im Erfolgsfall fällig. Das bedeutet: Findet der Makler keinen Käufer, schuldest du ihm kein Honorar Makler (abgesehen von eventuell vereinbarten Spesen/Marketingkosten). Vorsicht bei Verträgen, die eine Aufwandsentschädigung vorsehen, selbst wenn kein Verkauf zustande kommt. Ein solches Honorar Makler ohne Leistung entspricht nicht den Branchenstandards. Das volle Honorar Makler sollte erst fliessen, wenn der Kaufvertrag beim Notar beurkundet ist.

6. Regionale Unterschiede

Die Schweiz ist ein föderalistisches Land, und das zeigt sich auch beim Honorar Makler.

  • Deutschschweiz: Hier zahlt fast ausschliesslich der Verkäufer das Honorar Makler (Innenprovision).
  • Westschweiz (Genf, Waadt): Auch hier dominiert das Verkäuferprinzip, aber es gibt Konstellationen, bei denen Käufer und Verkäufer sich Kosten teilen. Für Zuzüger ist wichtig zu wissen: Dass der Käufer das Honorar Makler zahlt (wie oft in Deutschland üblich), ist in der Schweiz die absolute Ausnahme. Wenn ein Makler vom Käufer ein Honorar Makler verlangt, obwohl er vom Verkäufer beauftragt wurde, ist Vorsicht geboten (Doppelmäkelei).

7. Verhandlungsspielraum beim Honorar Makler

Ist das Honorar Makler verhandelbar? Ja. Aber Qualität hat ihren Preis. Ein Makler, der sein Honorar Makler sofort halbiert, hat vielleicht wenig Aufträge oder spart am Marketing. Statt nur den Prozentsatz beim Honorar Makler zu drücken, verhandle über Leistungen. Kann das Honorar Makler die Kosten für ein 3D-Rundgang-Video beinhalten? Ist im Honorar Makler die Räumung der Immobilie inbegriffen? Ein Leistungsupgrade beim Honorar Makler ist oft einfacher zu erzielen als ein Rabatt.

8. Fälligkeit der Zahlung

Wann musst du das Honorar Makler überweisen? Üblich ist die Fälligkeit bei der öffentlichen Beurkundung (Notartermin) oder spätestens bei der Eigentumsübertragung. Akzeptiere keine Klauseln, die das Honorar Makler schon bei der Reservation fällig stellen. Platzt der Verkauf danach, ist es mühsam, das bereits gezahlte Honorar Makler zurückzufordern. Seriöse Makler stellen das Honorar Makler parallel zur Kaufpreiszahlung in Rechnung, oft wird es direkt vom Notar vom Kaufpreis abgezogen und an den Makler weitergeleitet.

Fazit

Die Berechnung für das Honorar Makler folgt in der Schweiz klaren Marktregeln, bietet aber Spielraum. Rechne mit Kosten von ca. 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Das Honorar Makler sollte ein Erfolgshonorar sein – kein Verkauf, keine Provision.

Prüfe den Maklervertrag genau: Sind Marketingkosten im Honorar Makler enthalten? Ist die Mehrwertsteuer ausgewiesen? Ein transparentes Honorar Makler schützt dich vor versteckten Kosten. Denke daran: Ein guter Makler, der einen um 5 % höheren Verkaufspreis erzielt, hat sein Honorar Makler mehr als eingespielt. Betrachte das Honorar Makler daher nicht nur als Kostenblock, sondern als Investition in einen rechtssicheren und optimierten Verkauf.

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Glossar

  • Maklercourtage: Der Fachbegriff für das Honorar Makler auf Provisionsbasis. Sie wird meist als Prozentsatz des Verkaufspreises definiert.
  • Bestellerprinzip: Der Grundsatz, dass diejenige Partei das Honorar Makler bezahlt, die den Makler beauftragt hat (in der Schweiz meist der Verkäufer).
  • Erfolgshonorar: Ein Modell, bei dem das Honorar Makler nur dann fällig wird, wenn der Immobilienverkauf erfolgreich beim Notar beurkundet wurde.
  • Innenprovision: Das Honorar Makler, das vom Verkäufer bezahlt wird (Standard in der Schweiz), im Gegensatz zur Aussenprovision (vom Käufer).
  • Fixpreis-Makler: Ein Anbieter, der statt einer prozentualen Courtage ein pauschales Honorar Makler verlangt, unabhängig vom finalen Verkaufspreis.

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