In der Schweiz ist der Gebäude- und Wohnraumbestand in die Jahre gekommen. Energetische Sanierungen sind politisch gewollt und ökonomisch sinnvoll. Doch der Wohnraum ist knapp. Das Projekt Renovieren mit Mietern im bewohnten Bestand wird daher zum Standardfall. Rechtlich bewegen wir uns in einem Spannungsfeld. Das Obligationenrecht (OR) verpflichtet Mieter zwar dazu, notwendige Arbeiten zu dulden, schützt sie aber gleichzeitig vor unzumutbaren Eingriffen. Wer als Eigentümer die Brechstange ansetzt, riskiert langwierige Verfahren vor der Schlichtungsbehörde. Wer hingegen das Renovieren mit Mietern als partnerschaftlichen Prozess begreift, spart Kosten für Leerstand und Neuvermietung. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du den Spagat zwischen notwendiger Modernisierung und Mieterzufriedenheit meisterst und warum Kommunikation beim Renovieren mit Mietern wichtiger ist als der Presslufthammer.
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Stelle Fragen zu einer ImmobilieBevor du den ersten Handwerker bestellst, musst du die Rechtslage beim Renovieren mit Mietern kennen. Grundsätzlich gilt: Der Mieter muss Arbeiten dulden, die zur Beseitigung von Mängeln (Unterhalt) oder zur Behebung von Schäden notwendig sind. Komplexer wird es bei wertvermehrenden Massnahmen (z. B. Einbau einer modernen Küche, Balkonanbau). Diese sind beim Renovieren mit Mietern nur zulässig, wenn sie dem Mieter zumutbar sind und das Mietverhältnis nicht gekündigt ist.
Eine "Pinselrenovation" ist fast immer zumutbar. Eine Kernsanierung, bei der wochenlang kein Wasser fliesst und das Dach fehlt, macht das Renovieren mit Mietern hingegen faktisch unmöglich. Die Grenze ist fliessend. Wichtig für dich: Du musst das Projekt Renovieren mit Mietern rechtzeitig ankündigen. Das Gesetz schreibt keine starre Frist vor, aber in der Praxis gelten 2 bis 3 Monate Vorlaufzeit bei grösseren Eingriffen als Minimum. Eine unangekündigte Baustelle berechtigt den Mieter zum sofortigen Baustopp.
Das grösste Risiko beim Renovieren mit Mietern ist nicht technischer, sondern menschlicher Natur. Unsicherheit erzeugt Widerstand. Informiere deine Mieter so früh wie möglich über das Vorhaben Renovieren mit Mietern. Ein Aushang im Treppenhaus reicht nicht. Lade zu einer Informationsveranstaltung ein oder suche das persönliche Gespräch. Erkläre:
Beim Renovieren mit Mietern musst du Verständnis zeigen. Für dich ist es eine Investition, für den Mieter ein Eingriff in seine Privatsphäre. Benenne eine Ansprechperson (Bauleiter), die für die Mieter erreichbar ist. Wer sich beim Renovieren mit Mietern ernst genommen fühlt, toleriert Lärm eher als jemand, der sich übergangen fühlt.
Beim Renovieren mit Mietern tickt die Uhr anders als im Neubau. Jeder Tag Lärm zehrt an den Nerven. Konzentriere die Arbeiten. Statt über Monate hinweg immer wieder Handwerker zu schicken, bündle die Gewerke.
Biete Lösungen an: Wenn das Bad für zwei Wochen unbenutzbar ist, stelle mobile Duschen/WCs im Hof auf oder biete eine leerstehende Wohnung im Haus als "Sanitärasyl" an. Solche Gesten entscheiden darüber, ob das Projekt Renovieren mit Mietern akzeptiert wird.
Wer in einer Baustelle wohnt, bekommt nicht die vertraglich vereinbarte Wohnqualität. Deshalb haben Mieter beim Renovieren mit Mietern Anspruch auf eine Mietzinsreduktion für die Dauer der Beeinträchtigung. Die Höhe richtet sich nach der Intensität:
Gehe beim Renovieren mit Mietern proaktiv auf die Mieter zu. Biete eine pauschale Reduktion an, die fair ist. Das verhindert, dass jeder Mieter einzeln zum Mieterverband rennt. Kalkuliere diese Mindereinnahmen fest in dein Budget für das Renovieren mit Mietern ein. Es sind keine "Verluste", sondern Investitionen in den Frieden.
Das heikelste Thema beim Renovieren mit Mietern ist die Angst vor der "Luxussanierung" und massiv steigenden Mieten. Du darfst die Miete nach Abschluss der Arbeiten erhöhen, aber nur, soweit die Investition wertvermehrend war.
Beim Renovieren mit Mietern ist die Abgrenzung oft schwierig (z. B. alte Fenster vs. neue Isolierfenster = 40–60 % Wertvermehrung). Kommuniziere schon vor Baubeginn eine Schätzung der künftigen Miete. Wenn die Mieter wissen, dass die Wohnung nach dem Renovieren mit Mietern nur 100 Franken teurer wird, aber die Heizkosten um 50 Franken sinken, steigt die Akzeptanz.
Trotz bester Planung kann das Renovieren mit Mietern für einige Bewohner (z. B. Hochbetagte, Kranke, Familien mit Neugeborenen) unzumutbar sein. In solchen Härtefällen nützt es nichts, auf das Recht zu pochen. Suche individuelle Lösungen (z. B. Verschiebung der Arbeiten in dieser Wohnung, temporäre Ersatzwohnung). Beachte zudem: Eine Kündigung, die nur ausgesprochen wird, um das Renovieren mit Mietern zu umgehen und danach teurer neu zu vermieten, kann als missbräuchlich angefochten werden. Das Bundesgericht hat die Hürden für Leerkündigungen zuletzt bestätigt, aber auch den Schutz der Bestandsmieter gestärkt. Der Weg des Renovieren mit Mietern ist daher oft rechtssicherer als der Versuch der Entmietung.
Ist das Renovieren mit Mietern anstrengend? Ja. Ist es unmöglich? Nein. Eine Sanierung im bewohnten Zustand ist ein Balanceakt zwischen technischer Notwendigkeit und menschlicher Rücksichtnahme. Der Schlüssel liegt in der Planung. Wer die Logistik straff organisiert, fair entschädigt und offen kommuniziert, kann seine Immobilie aufwerten, ohne die Bewohner zu verlieren.
Das Ziel beim Renovieren mit Mietern sollte eine Win-Win-Situation sein: Du erhältst den Wert deiner Liegenschaft, und die Mieter erhalten mehr Wohnkomfort, oft bei tieferen Nebenkosten. Behandle deine Mieter beim Renovieren mit Mietern nicht als Störfaktoren, sondern als Kunden, die während des Umbaus im Laden bleiben.
Wenn du Unterstützung bei der Kommunikation oder der Berechnung von Mietzinsanpassungen suchst, bietet Loft dir hierfür professionelle Tools und Vorlagen an.
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